sargassum in Dominican Republic

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Ein Dämpfer für den Tropentraum!

Stellen Sie sich vor: Sie landen auf dem Flughafen von Punta Cana, atmen die salzige Seeluft ein und sehen den hellblau schimmernden Ozean. Doch sobald Sie am Strand ankommen, werden Sie von meterbreiten braunen Streifen aus schwimmendem Seegras begrüßt. Das Wasser ist trüb, der Geruch erinnert eher an einen Hafen als an ein tropisches Paradies, und ein erfrischendes Bad erscheint plötzlich weit weniger verlockend.

Dies ist die Realität für Tausende von Touristen, die jedes Jahr in die Dominikanische Republik kommen, vor allem in Zeiten massiven Zustroms von Sargassum - eine Art brauner Seetang, der in großen treibenden Matten das Ufer erreichen kann. Für Hotels und örtliche Unternehmen ist dies eine große Herausforderung: Badegäste bleiben weg, Liegestühle bleiben leer, und idyllische Instagram-Fotos werden durch Beschwerden ersetzt.

Die Hotels tun ihr Bestes: Die meisten lassen den angeschwemmten Seetang frühmorgens vom Personal entfernen, damit der Strand wieder sauber aussieht. Doch der im Wasser treibende Seetang bleibt meist zurück. Wer schwimmen will, muss immer noch durch ihn waten - eine Erfahrung, die viele Urlauber als klebrig, rutschig und generell unangenehm empfinden.

Wann und wo ist das Risiko am größten?

Sargassum Probleme sind in der Regel am schlimmsten von Mai bis Augustmanchmal bis in den Oktober hinein. In dieser Zeit treiben Winde und Meeresströmungen vom Atlantik her die treibenden Algen in die Karibik.

Besonders gefährdete Gebiete:

  • Ostküste: Punta Cana und Bávaro sind oft stark betroffen, da sie direkt auf das offene Karibische Meer blicken und direkt im Sargassumstrom liegen.
  • Bayahibe: Hier gibt es in der Regel weniger Algen, da es an der Südküste liegt und durch die Insel Saona und die umliegenden Riffe geschützt ist, die den Großteil der treibenden Matten blockieren.
  • Puerto Plata (Nordküste): Selten betroffen, da er dem Atlantik zugewandt ist, wo die Strömungen das Sargassum normalerweise eher von der Küste weg als zu ihr hin tragen.

Der Grund für die Unterschiede:
Die Lage im Verhältnis zu den Meeresströmungen, natürliche Barrieren wie Riffe und Inseln sowie die Ausrichtung der Küste zu den Passatwinden bestimmen, wie viel Seegras an Land gespült wird. Offene, ungeschützte Küsten wie die von Punta Cana fangen weit mehr als geschützte Buchten oder Küsten, die außerhalb der Hauptströmung liegen.

Was genau ist Seegras und wie entsteht es?

Seegras ist keine Landpflanze, sondern eine Meeresalge. Sargassum ist eine schwimmende Art, die in warmen Ozeanen wächst. Im Gegensatz zu vielen anderen Algen hat es keine Wurzeln, sondern hält sich dank kleiner luftgefüllter Blasen über Wasser.

Entstehung und Verbreitung:

  • Wächst natürlich in der Sargassosee (Nordatlantischer Ozean).
  • Steigende Meerestemperaturen, erhöhter Nährstoffeintrag (Dünger aus Flüssen wie dem Amazonas) und veränderte Strömungen haben sein Wachstum begünstigt.
  • Große schwimmende Felder brechen ab und werden von Wind und Strömung in die Karibik getragen.

Bedeutung für das Ökosystem

Im offenen Ozean ist das Sargassum ein Mini-ÖkosystemUnzählige Fische, Krebse, Garnelen und sogar junge Meeresschildkröten nutzen ihn als Unterschlupf. Er bietet Nahrung, Sauerstoff und einen Brutplatz für viele Arten.

Vorteile: In geringen Mengen kann es als natürlicher Küstenschutz wirken und dient, wenn es an Land gespült wird, als Dünger für Pflanzen.

Nachteilig: Wenn es in großen Mengen verrottet, verbraucht es den Sauerstoff im Wasser, erstickt Korallenriffe und Seegraswiesen und kann Schadstoffe freisetzen.

Schlussfolgerung

Sargassum ist kein Eindringling aus dem Nirgendwo, sondern ein natürlicher Bestandteil des Ozeans. Der Klimawandel und der Einfluss des Menschen haben jedoch dazu geführt, dass es immer häufiger und in größeren Mengen auftritt - mit schwerwiegenden Folgen für den Tourismus und die lokalen Ökosysteme.

Für Reisende ist dies die wichtigste Erkenntnis: Überprüfen Sie die Saison und den Ort vor der Buchung. So bleibt Ihr Tropentraum so kristallblau wie auf der Postkarte - ohne einen schlüpfrigen Umweg durch eine braune Masse.

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